Gewaltfreie Erziehung: neue Bestimmungen gelten ab dem 1. Juli 2026

Gewalt gegenüber Kindern in der elterlichen Erziehung ist bereits nach geltendem Recht verboten. Namentlich das Strafrecht und der zivilrechtliche Kindesschutz schützen Kinder vor Gewalt in der Familie. Der Grundsatz der gewaltfreien Erziehung wird nun auch im Gesetz verankert. Das Zivilgesetzbuch (ZGB) wird dafür geändert. Die entsprechende Gesetzesrevision hat das Parlament am 26. September 2025 verabschiedet.

Die neue Bestimmung im ZGB hat Leitbildcharakter. Sie ist ein klares Signal an die Gesellschaft: Gewalt in der Erziehung, namentlich körperliche Bestrafungen und andere Formen erniedrigender Behandlung von Kindern werden nicht toleriert. Zudem verpflichtet die Neuerung die Kantone sicherzustellen, dass Eltern und Kinder bei Schwierigkeiten in der Erziehung gemeinsam oder einzeln ausreichend Zugang zu geeigneten Beratungs- und Unterstützungsangeboten haben. Der Bund verzichtet angesichts der aktuellen Finanzlage vorerst auf begleitende Sensibilisierungsmassnahmen auf nationaler Ebene. Die vorgesehenen Begleitmassnahmen der Kantone dürften dies aber zumindest teilweise kompensieren.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 25. Februar 2026 die entsprechenden Änderungen des ZGB auf den 1. Juli 2026 in Kraft gesetzt (Medienmitteilung).

En 2024, un enfant sur sept vivant dans un ménage à bas revenu a subi des privations dans des domaines importants de la vie

En 2024, 4,9% des enfants de moins de 16 ans vivant en Suisse ont subi des privations dans au moins trois domaines qui leur sont spécifiques. Cette valeur est l’une des plus basses d’Europe. Les enfants vivant dans un ménage à faible revenu ou dans un ménage monoparental étaient nettement plus souvent exposés à des privations (environ 14%). Dans la population totale, le taux de pauvreté se situait à 8,4% en Suisse. Ce sont là quelques-uns des résultats de l'enquête sur les revenus et les conditions de vie (SILC) de l'Office fédéral de la statistique (OFS), qui comprenait en 2024 le module «Privations et santé des enfants» (communiqué de presse; communiqué de l'OFS).

In Haushalten mit tiefen Einkommen war 2024 jedes siebte Kind in wichtigen Lebensbereichen benachteiligt

Im Jahr 2024 waren 4,9% der Kinder unter 16 Jahren in der Schweiz von mindestens drei kinderspezifischen Deprivationen betroffen. Dieser Wert gehört zu den tiefsten in Europa. Kinder in Haushalten mit tiefen Einkommen und Kinder in Einelternhaushalten waren mit rund 14% deutlich häufiger benachteiligt. Die Armutsquote der Gesamtbevölkerung lag bei 8,4%. Dies sind einige Ergebnisse der Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamtes für Statistik (BFS), die 2024 ein Modul zur Deprivation und Gesundheit der Kinder enthielt (Medienmitteilung; Mitteilung des BFS).

Les prestations complémentaires pour familles peuvent être perçues dès janvier 2026

A compter du 1er janvier 2026, les familles qui ne parviennent pas à couvrir leurs dépenses de base avec leurs revenus peuvent bénéficier d’une aide financière. Les demandes peuvent être déposées dès maintenant en remplissant le formulaire sur www.ecasfr.ch  auprès de la Caisse de compensation ou en s’adressant à un guichet familles .

Cette aide, calculée en fonction de la différence entre les dépenses reconnues de la famille et ses revenus, a pour objectif d’empêcher un recours à l’aide sociale ou d’en sortir. Les PC familles visent aussi à améliorer la situation des familles qui sont particulièrement touchées par la pauvreté et de prévenir les phénomènes de marginalisation en garantissant aux enfants des conditions de vie décentes (communiqué de presse; Flyer).

Ergänzungsleistungen für Familien können ab Januar bezogen werden

Ab dem 1. Januar 2026 können Familien, die ihre Grundausgaben nicht mit ihrem Einkommen decken können, finanzielle Unterstützung erhalten. Anträge können ab sofort gestellt werden, indem das Formular unter www.ecasfr.ch  bei der Ausgleichskasse oder an einem Familienschalter  ausgefüllt wird.

Diese Unterstützung, die auf der Grundlage der Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben der Familie und ihrem Einkommen berechnet wird, soll es den begünstigten Familien ermöglichen, eine Beanspruchung der Sozialhilfe zu vermeiden oder nicht mehr auf diese angewiesen zu sein. Die Familien-EL sollen zudem die Situation von besonders armutsbetroffenen Familien verbessern und den Erscheinungsformen sozialer Ausgrenzung vorbeugen, indem sie den Kindern menschenwürdige Lebensbedingungen gewährleisten (Medienmitteilung; Flyer).

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