Kanton überarbeitet Inkassohilfe und Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen

Die Direktion für Gesundheit und Soziales gibt den Vorentwurf des Gesetzes über Inkassohilfe und Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen (IHBUBG) in die Vernehmlassung. Die wichtigsten Neuerungen sind die Erhöhung der Bevorschussung zugunsten der Kinder sowie die Abschaffung der Bevorschussung zugunsten von Ex-Ehegatten.

Im Gesetzesvorentwurf wird der Betrag zugunsten der Kinder von 400 auf 650 Franken erhöht.Weiter wird, wie in den meisten anderen Kantonen, der Vorschuss für Ehegatten oder Ex-Ehegatten gestrichen (Medienmitteilung).

Unterhaltsberechnung im Rahmen des Eheschutzverfahrens

 Vom Arbeitgeber ausgerichtete pauschale Repräsentationsspesen sind als Einkommen anzurechnen, wenn diesen keine effektiven Auslagen gegenüberstehen. Ebenso ist ein regelmässig ausgerichteter Bonus Bestandteil des Einkommens und im Rahmen der Unterhaltsberechnung mitzuberücksichtigen (BGE 5A_627/2019).

Calcul de l’entretien dans le cadre de la procédure de mesures protectrices de l’union conjugale.

Les frais de représentation forfaitaires versés par l’employeur font partie du revenu s’ils ne correspondent pas à des dépenses effectives. Un bonus versé régulièrement fait également partie du revenu et doit être pris en compte dans le cadre du calcul de l’entretien (Arrêt 5A_627/2019).

Mediation im Jugendstrafrecht

Das Bundesgericht äussert sich zu der im Jugendstrafrecht vorgesehenen Mediationzwischen Täter und Opfer. Haben zwei Jugendliche eine Straftat als Mittäter begangen, ist für jeden von ihnen gesondert zu beurteilen, ob die Mediation mit dem Opfergelungen ist oder nicht. Es ist grundsätzlich nicht willkürlich, wenn gegen den einenMittäter das Strafverfahren wegen erfolgreicher Mediation eingestellt wird, währendder andere nach erfolgloser Mediation verurteilt wird.

Die in Artikel 17 JStPO vorgesehene Mediation stellt ein zusätzliches Instrument der Jugendstrafbehörden dar, um auf das Konfliktverhältnis zwischen dem Täter und dem Opfer einzuwirken. Die Mediation ist ein Schritt zu einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts; sie beruht auf dem Postulat, dass strafrechtliche Interventionen bei Jugendlichen als ultima ratio auf das strikte Minimum zu beschränken sind. Im Verfahren der Mediation betreffen mehrere Faktoren– wie etwa der Wille zur Anerkennung der Tatsachen oder die Bemühungen um Wiedergutmachung – spezifisch den einzelnen Täter und die Entwicklung seines Verhältnisses zum Opfer. Es versteht sich von selbst, dass der Erfolg des Mediationsverfahrens bezüglich des einen Mittäters vom anderen Mittäter nicht dadurch vereitelt werden kann, dass dieser die Faktenlage nicht anerkennt oder keine ausreichenden Anstrengungen zur Wiedergutmachung unternimmt. Mit anderen Worten beurteilt die zuständige Behörde den Erfolg oder Misserfolg einer Mediation immer nur in Bezug auf die betroffene Partei. Der Beschwerdeführer kann deshalb nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten, dass bei ihm die Mediation nicht erfolgreich war, bei seinem Mittäter hingegen schon. Was die Verurteilung des Betroffenen als solche betrifft, ist die gerichtliche Beweiswürdigung nicht zu beanstanden (Medienmitteilung;Entscheid 6B_1410/2019).

Médiation en droit pénal des mineurs

Le Tribunal fédéral s'exprime sur la médiation entre auteur et victime en droit pénaldes mineurs. Lorsque deux mineurs ont commis conjointement une infraction, il fautdéterminer séparément pour chacun d'eux si la médiation avec la victime a abouti ounon. La procédure peut ainsi, sans arbitraire, être classée pour l'un parce que lamédiation a abouti, cependant que l'autre est jugé après l'échec de la médiation.

La médiation prévue par l'article 17 PPMin constitue un instrument supplémentaire à la disposition des autorités pénales desmineurs, leur permettant d'agir sur les rapports conflictuels entre l'auteur et la victime.C'est un premier pas vers la résolution amiable des conflits, qui repose notamment sur la postulat de la limitation au strict minimum de l'intervention pénale appréhendée comme une ultima ratio. Dans la procédure de médiation, plusieurs facteurs, tels la volonté de reconnaître les faits et les efforts consentis en vue de réparer le tort causé,concernent spécifiquement un auteur et l'évolution de sa propre relation avec la victime.Il va donc de soi qu'un coauteur ne peut mettre ce processus en échec même pour l'autre coauteur par son seul refus d'admettre les faits ou de consentir des efforts suffisants pour réparer le dommage. En d'autres termes, l'autorité de jugement tire les conclusions sur l'aboutissement ou l'échec de la médiation séparément pour chacun desprévenus. Le recourant ne peut donc rien déduire en sa faveur du fait que la médiation n'a abouti qu'à l'égard de son coprévenu. Quant à la condamnation de l'intéressé,l'appréciation des preuves opérée par la cour cantonale n'est pas critiquable (communiqué de presse; Arrêt 6B_1410/2019).

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