Bericht über Früherkennung innerfamiliärer Gewalt

Bei der Früherkennung innerfamiliärer Gewalt an Kindern besteht Handlungsbedarf. Dies hält der Bundesrat in einem Bericht fest, den er an seiner Sitzung vom 17. Januar 2018 verabschiedet hat.

In seinem Bericht stützt sich der Bundesrat auf eine Studie, die unter der Leitung der Hochschule Luzern im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen erstellt wurde. Darin werden die in der Schweiz und im Ausland bestehenden Instrumente zur Früherkennung von innerfamiliärer Gewalt überblicksmässig dargestellt und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu deren Wirksamkeit erläutert. Zudem analysiert die Studie, inwiefern in der Aus-, Weiter- und Fortbildung von Gesundheitsfachpersonen das Erkennen innerfamiliärer Gewalt an Kindern thematisiert wird. Aufgezeigt wird auch der Stand der Umsetzung von Früherkennungsmassnahmen im schweizerischen Gesundheitswesen, basierend auf einer Befragung von Gesundheitsfachpersonen.

Die Studie kommt zum Schluss, dass bei der Früherkennung von innerfamiliärer Gewalt an Kindern und von elterlicher Paargewalt, die Kinder miterleben, ein grosser Handlungsbedarf besteht. In der Befragung befürworten Gesundheitsfachpersonen in der Schweiz eine landesweite Einführung von Früherkennungsmassnahmen. Sie würden sich durch eine systematische Vorgehensweise sicherer fühlen und aus ihrer Sicht könnten dadurch mehr Fälle aufgedeckt werden (Bericht des Bundesrates;Forschungsbericht).

Voraussetzung für eine Abweichung vom Grundsatz der hälftigen Teilung der Vorsorgeguthaben

Die Ehegatten können in einer Vereinbarung über die Scheidungsfolgen von der hälftigen Teilung abweichen oder auf den Vorsorgeausgleich verzichten, wenn eine angemessene Alters- und Invalidenvorsorge gewährleistet bleibt. Das Gericht überprüft das Vorliegen dieser Voraussetzungen von Amtes wegen und fordert die benötigten Belege gegebenenfalls von Amtes wegen ein. Ein Verzicht auf den Vorsorgeausgleich dürfte bspw. bei Ehen von kurzer Dauer, aus denen keine Kinder hervorgingen, problemlos möglich sein (Bundesgerichtsurteil vom 13. Oktober 2017).

Condition pour s’écarter du principe du partage par moitié des avoirs de prévoyance

Les époux peuvent s’écarter du partage par moitié ou renoncer au partage de la prévoyance professionnelle dans le cadre d’une convention réglant les effets du divorce, si une prévoyance vieillesse et invalidité adéquate reste assurée. Le tribunal vérifie d’office l’existence de ces conditions et se procure d’office les justificatifs nécessaires. Une renonciation au partage de la prévoyance professionnelle ne devrait p. ex. poser aucun problème chez les couples dont le mariage a été de courte durée et qui n’ont pas eu d’enfants (arrêt du tribunal fédéral du 13 octobre 2017).

Wenn Unterhaltsbeträge nicht bezahlt werden

Bei Nichtzahlung von Unterhaltsbeiträgen an Kinder oder Ex-Ehegatten kann die Gläubigerin oder der Gläubiger das Kantonale Sozialamt  um Hilfe ersuchen. Die Gläubigerin oder der Gläubiger erteilt dem Kantonalen Sozialamt ein Vertretungsrecht. Das Amt übernimmt dann alle nötigen Schritte für die Eintreibung der unbezahlten Unterhaltsbeiträge. Das Vertretungsrecht ermächtigt das Kantonale Sozialamt zur Einleitung von Betreibungen oder zur Einreichung einer Strafklage gegen die Schuldnerin oder den Schuldner, sofern keine gütliche Einigung mit ihr oder ihm erzielt werden kann.

Über diese unentgeltliche Inkassohilfe hinaus kann das Kantonale Sozialamt  der Gläubigerin oder dem Gläubiger Vorschüsse auf Unterhaltsbeiträge gewähren, wenn ihre oder seine Einkünfte und Vermögenswerte unter den festgesetzten Grenzen liegen. Die monatlichen Vorschüsse betragen maximal 400 Franken je Kind und/oder 250 Franken je allein lebende erwachsene Person (Gesuch für minderjährige Kinder; Gesuch für volljährige Kinder).


La Défense, Paris, August 2017. (Foto: Katharina Jeger)

Non-paiement des pensions alimentaires: que faire?

En cas de non-paiement des pensions alimentaires dues à l’enfant ou à l’ex-conjoint-e, le créancier ou la créancière peut avoir recours à l’aide du Service de l'action sociale. Le créancier ou la créancière accorde un droit de représentation au Service de l'action sociale qui se charge dès lors d’effectuer toutes les démarches nécessaires pour le recouvrement de la (des) pension(s) non honorée(s). Ce droit de représentation autorise le Service de l'action sociale à engager des poursuites ou à déposer plainte pénale contre le débiteur ou la débitrice, dans le cas où un accord n’a pas pu être trouvé avec celui-ci ou celle-ci.

En plus de cette aide gratuite à l’encaissement des pensions alimentaires, le Service de l'action sociale peut octroyer des avances de pension au créancier ou à la créancière, si ses revenus et sa fortune correspondent aux limites fixées. Ils donnent droit à une avance de maximum 400 fr. par enfant et/ou de 250 fr. pour un-e adulte seul-e (Demande en faveur de l'enfant mineur; Demande en faveur de l'enfant majeur).

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